Wie funktioniert Parkplatzsex und lohnt es sich?

In den unendlichen Tiefen des Internets kommt man gar nicht mehr an geschalteten Anzeigen diverser Datingportale vorbei. Diese werben offensiv mit schnellem Parkplatzsex – doch was hat es hiermit auf sich? Hierzu begeben wir uns in ein Lebend-Experiment.

Doch um den Sinn der explizit auf Parkplatzsex gemünzten Werbebanner zu verstehen, muss man einen Bogen in die aktive Swingerzene schlagen. Im Grunde wurde der Gruppensex im Laufe der 70er Jahre von den Swingerclubs auf Parkplätze erweitert. Dies passierte vermutlich gehäuft zuerst in Großbritannien, hier etablierte sich auch der Begriff „Dogging“ für diese Aktivitäten (entnommen der Bezeichnung für Spanner, die mit ihren Hunden in Wäldern unterwegs waren, die bekannt für reges Treiben erregter Pärchen sind). Beim Dogging treffen sich gleichgesinnte Swinger, also Männer, Frauen, Pärchen, Transsexuelle, um ihrer Sexualität unter freiem Himmel freien Lauf zu lassen. Hierfür traf man sich bevorzugt auf abgelegenen Wanderparkplätzen bei Einbruch der Dunkelheit. Um unbekannte „Willige“ mit einzubinden, stellte man sich auch auf Parkplätze der Autobahnen.


Parkplatzsex-Suche im Internet

Mit Beginn des Internetzeitalters in den 90er Jahren konnte man sich nun vermehrt verabreden oder unbekannte zum Mitmachen einladen. Mit der etwas größeren Bekanntheit der Szene weiteten sich diese Sextreffs auch auf Pendlerparkplätze und Autobahnraststätten aus, damit man schneller zu finden ist.

Nach der Jahrtausendwende kamen dann die ersten nennenswerten Datingseiten auf den Markt, bei denen nicht nur Kontaktanzeigen geschaltet waren, sondern man konnte mit anderen Nutzern auch interagieren. Hieraus entwickelten sich nach und nach auch Webseiten mit reinem sexuellen Inhalt, mit dem Vorwand, es können sich ja auch so Beziehungen ergeben. Gab es zu Beginn oftmals nur den Weg über „normale“ Dates mit anschließendem Bonus, ob im Bett oder im Wald, war spätestens mit der Einführung von Foren der Parkplatzsex Alltag der Branche.

Seit den mittleren 200er Jahren also verbreit die sexwillige Dogging-Szene ihr Anliegen auch im weltweiten Internet und erfreut sich seitdem unbändiger Beliebtheit. Nach und nach weiß jedermann und jede Frau, die im Internet nicht nur nach Rezepten sucht, wann und wo auf Parkplätzen etwas los ist.


Die Vorteile

Die Vorteile liegen auf der Hand: Man muss keinen teuren Clubbeitrag zahlen, „Mann“ wird im Swingerclub um die Ecke oftmals mehr Geld los, als in einem Nobelbordell. Außerdem besteht für die Aktiven eben aus diesem Grund mehr Auswahl, kann sich notfalls auch an einem anderen Ort umsehen.
Die Nachteile sind ebenfalls sehr naheliegend: Als Frau sollte man mehr als im Club in Begleitung erscheinen, da zu viel Anonymität und Ungewissheit vorherrscht. Zudem ist es rechtlich nicht zu 100% geklärt, was passieren kann, wenn man von Ordnungshütern erwischt wird. Außerdem belästigt man im schlimmsten Falle unbeteiligte.

Mit diesen Informationen war es bei der penetranten Werbung nun daran, ein Experiment zu starten: Was hält dieses Werbeversprechen? Bloßer Klickfang und Abofalle oder etwas mit Substanz?
Über eine Testseite konnte ich fünf verschiedene Anbieter herausfinden, die beworbenen waren nicht darunter. Am Ende konnte ich zwei Portale nutzen, ohne etwas dafür zahlen zu müssen. Wichtig für die Suche nach Parkplatzdates waren hierfür die Foren. Über direkte Nachrichten an Paare oder Damen kam meist keine Antwort oder eine systemgenerierte Antwort mit anschließendem ignorieren.


Meine Suche nach Parkplatz Sex

In den Foren konnte man nach Umgebung suchen und siehe da: Einige Einträge für mein Gebiet sind tatsächlich gegeben. Meist von Homosexuellen für Homosexuelle bzw. Transsexuelle, diese Sexualitäten kommen hier offensichtlich voll auf ihre Kosten, so wie ich es vor Ort später auch erleben durfte. Über einige Tage hinweg gab es auch Meldungen von ansprechenden Damen, diese entpuppten sich aber bereits vor der Abfahrt als Fake. Als sich das Wochenende näherte, mehrten sich die Aufrufe von Paaren zumeist an „gutbestückte Herren ab 20cm“ oder „alle außer Südländer“. Warum diese Aussagen fallen, sollte mir hinterher in einem Gespräch deutlich werden. Als dann ein Paar ein Gesuch für Parkplatzsex einreichte mit Ort und Uhrzeit, also ab zu besagtem Ort.

Am ausgemachten Parkplatz, etwa 15 Minuten vor der angegebenen Zeit, verblüffte die schier unendliche Anzahl an Autos, die ihre Rast am Wanderweg zu machen schienen. Kurze Zeit später für auch ein Kombi auf den Platz, Insassen ein Mann und eine Dame mittleren Alters. Auch das Publikum war offenbar ab 40 aufwärts. Ohne große Aufforderung stiegen einige Herren aus, das Paar positionierte sich an der Motorhaube ihres Autos, ein kurzer Wink der Frau und einige der Zuschauer öffneten die Hose und wurden oral befriedigt.

Die meisten drängten sich jedoch um das Geschehen herum und schauten nur zu. Kondome wurden vom Beifahrer Sitz geholt, die „Ehestute“, wie er sie genannt hat, sollte in „alle Löcher gestopft werden“. Der Forenbeitrag war also keine Lüge, so wie man hätte denken können. Nachdem alle aktiven Herren fertig waren und sich das Paar gerade aufmachen wollte, kam ein weiteres Auto mit einem Paar. Mit der Weile achtet man gar nicht mehr auf die Autos, die in Massen über den Platz fahren. Aber die „Rundendreher nerven nur noch, alle Plätze haben sie kaputt gemacht“, so ein netter Herr in der Runde. Auch hier stellte sich die Frau ohne Widerwillen der Masse an erregierten Penissen, aber nur mit dem Mund, so machte es ihr Mann klar.

Nach der Action kamen beide Paare mit einigen Männern ins Gespräch, bei eingestreuten Fragen kam dann auch heraus, dass Phrasen wie „ab 20 cm“ oder „keine Südländer“ lediglich die Menge an Autos verringern sollen, da die Parkplätze sonst überlaufen sind und dies meist von ungewünschten Personen, die ein „Nein“ leider nicht verstehen würden. Diese Aussagen bezogen auf die genannten Personengruppen konnte ich an diesem Tag nicht nachvollziehen, stützen sich aber vermutlich auf individuelle Erfahrungen.

Mittlerweile geht die Szene auch wieder dazu über, aus der Öffentlichkeit zu treten. Man lernt sich auf Events oder offenen Parkplätzen kennen, macht dann aber den sexuellen Part an geheimen Parkplätzen, bei denen noch keiner weiß oder sich denkt, dass Dogging praktiziert wird.


Mein Fazit

Fazit: Die Parkplatz-Sex Werbung wird zum Großteil von dubiosen Anbietern genutzt, die hier den schnellen Sex nach der Arbeit und in halbwegs diskreter Umgebung versprechen, in der Realität gibt es aber gerade mal zwei Anbieter, die seriös erscheinen, Dates aber nur mit geringer Wahrscheinlichkeit entstehen, dann auch eher im klassischen Abtasten, statt die schnelle Parkplatznummer. Eben diese gibt es dann nur von der Dogging-Szene und das ist auch nicht jedermanns Sache.



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